Die neuesten Statistiken des Weltbüros für Metallstatistik (WBMS) zeigen ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem globalen Primäraluminiummarkt in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 mit einem kumulierten Defizit von 1,5276 Millionen Tonnen. Diese strukturelle Lücke unterstreicht die sich verschärfende Lage der Branche und sendet wichtige Signale an nachgelagerte Sektoren.Herstellung von Aluminiumplatten, -stangen und -rohrenund Präzisionsbearbeitung.
Dem Bericht zufolge erreichte die weltweite Primäraluminiumproduktion im Zeitraum Januar bis November 6,67204 Millionen Tonnen, während der Verbrauch auf 6,8248 Millionen Tonnen anstieg. Die gegensätzliche monatliche Entwicklung im November, in dem die Produktion mit 6,0226 Millionen Tonnen den Verbrauch von 5,8176 Millionen Tonnen überstieg und einen Überschuss von 204.900 Tonnen ergab, verdeutlicht kurzfristige Schwankungen inmitten einer langfristigen Angebotsknappheit.
Die vorgelagerten Segmente zeigten eine stabile Produktionsdynamik. Die weltweite Bauxitproduktion belief sich in den ersten elf Monaten auf insgesamt 390,0838 Millionen Tonnen, davon 35,3332 Millionen Tonnen im November. Die Aluminiumoxidproduktion erreichte kumulativ 139,8518 Millionen Tonnen und 12,85 Millionen Tonnen im November. Sekundäraluminium, eine wichtige Ergänzung zur Primärversorgung, verzeichnete von Januar bis November eine Produktion von 24,2144 Millionen Tonnen, davon 2,2042 Millionen Tonnen im November. Dies spiegelt die Bemühungen der Branche wider, Angebotsengpässe durch Recycling zu beheben.
Branchenanalysten weisen darauf hin, dass das anhaltende Defizit auf starre Angebotsengpässe und eine robuste Nachfrage aus aufstrebenden Sektoren wie neuen Energien und der fortgeschrittenen Fertigung zurückzuführen ist.Aluminiumverarbeiter spezialisiertBei Blechen, Stangen, Rohren und in der Präzisionsbearbeitung unterstreicht dieses Ungleichgewicht die Bedeutung einer optimierten Lieferkette und eines strategischen Bestandsmanagements. Da der globale Kapazitätsausbau weiterhin durch politische und energiepolitische Faktoren eingeschränkt ist, dürfte das Defizit den Aufwärtsdruck auf die Aluminiumpreise aufrechterhalten und nachgelagerte Unternehmen zu verstärkter Kostenkontrolle und technologischer Innovation anspornen.
Veröffentlichungsdatum: 04.02.2026
