Am 12. August gab Emirates Global Aluminum (EGA), das führende Aluminiumproduktionsunternehmen im Nahen Osten, seinen Wiederaufnahmeplan bekannt. Geplant ist eine Investition von rund 400 Millionen US-Dollar in die Instandsetzung einer durch einen Konflikt beschädigten Aluminiumhütte in Abu Dhabi, um die Produktionskapazität wieder auf ein normales Niveau zu bringen.
Laut einer Unternehmensmitteilung strebt die Schmelzhütte an, die Produktion im ersten Quartal des nächsten Jahres wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Die entsprechenden Wiederaufnahmearbeiten werden beschleunigt. Es wurden bereits deutliche Fortschritte bei der Wiederinbetriebnahme der Produktionskapazität erzielt: Rund 18 % der Elektrolysezellen im Werksbereich sind wieder in Betrieb. Verglichen mit der Anlaufrate von 7 % Anfang Juli beschleunigt sich das Tempo der Wiederinbetriebnahme kontinuierlich.
Diese Produktionsausfälle sind auf die Beschädigung von Schmelzanlagen zurückzuführen. Aufgrund der Auswirkungen dieses Ereignisses hatte EGA zuvor höhere Gewalt geltend gemacht und die Auslieferung einiger Aufträge ausgesetzt, was kurzfristig die regionale Aluminium-Lieferkette beeinträchtigte. Es ist anzumerken, dass das Unternehmen trotz der Produktionsbeschränkungen den Export nicht vollständig eingestellt hat und weiterhin Aluminiumprodukte über Logistikrouten exportiert, die die Straße von Hormus umgehen. Dies mildert die Befürchtungen einer angespannten globalen Lage etwas ab.Aluminium-Punktliefern.
Aus Sicht des globalen Aluminiummarktes ist die Erholung der Produktionskapazitäten von EGA als einem der wichtigsten Aluminiumproduzenten im Nahen Osten seit Langem ein Anliegen der gesamten Wertschöpfungskette. Kurzfristig werden die Elektrolysezellen schrittweise wieder in Betrieb genommen, die Produktion wird langsam und kontrolliert gesteigert, sodass nicht sofort große Mengen an Aluminiumbarren auf den Markt kommen werden. Mittel- bis langfristig wird die Produktionskapazität, sobald sie im ersten Quartal des nächsten Jahres wieder das Vorkriegsniveau erreicht hat, das weltweite Angebot an Primäraluminium erhöhen und die Lieferketten stabilisieren.
Gleichzeitig herrscht weiterhin Unsicherheit in der geopolitischen Lage. Änderungen der Logistik- und Transportkosten, regionale Transportrisiken und der Fortschritt bei der Instandsetzung von Anlagen können den bestehenden Wiederaufnahmeplan beeinträchtigen. Der heimische Aluminiummarkt muss zudem die Auswirkungen der erhöhten Importmengen kontinuierlich beobachten und die Marktentwicklung umfassend unter Berücksichtigung der heimischen Energiepolitik, der nachgelagerten Wertschöpfungsketten, der Verpackungspolitik und der tatsächlichen Nachfrage der Automobilindustrie beurteilen.
Veröffentlichungsdatum: 13. August 2026
