Einerseits erleben die Aluminiumwerke im Nahen Osten eine rasante Wiederaufnahme der Produktion, andererseits stößt die heimische Produktionskapazität an ihre Grenzen. Das globale Aluminiumangebot befindet sich in einem „Ost-West-Konflikt“.
Westfront: Der Nahe Osten nimmt die Produktion über den Erwartungen wieder auf
Laut einem Bericht der CCMN-Plattform vom 15. Juli übertraf die Wiederaufnahme der Aluminiumproduktion im Nahen Osten die Erwartungen und erwies sich als zentraler Faktor dieser Phase des Strukturwandels. Die regionalen Angebotsengpässe werden durch die Wiederaufnahme der lokalen Produktion rasch ausgeglichen.
Die EGA-Hütte in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat 7 % ihrer Elektrolysezellenkapazität wiederhergestellt, und die Aluminiumoxidanlage wird voraussichtlich kurzfristig 50 % ihrer Kapazität erreichen. Die volle Produktion soll bis Ende des Jahres wieder aufgenommen werden. Alba und Qatarum, die beiden größten Aluminiumwerke, steigerten ihre Produktion im zweiten Halbjahr um insgesamt 300.000 Tonnen.
Europa und Amerika nehmen gleichzeitig stillgelegte Aluminiumwerke wieder in Betrieb. New Madrid in den USA und Slovalco in Norwegen haben die Produktion wieder aufgenommen, doch die Anlaufphase ist lang und die Produktionssteigerung begrenzt, was ein kurzfristiges Gleichgewicht erschwert.
Östliche Route: Obergrenze der inländischen Produktionskapazität festgelegt
Das andere Ende des Angebotspuffers liegt im Inland. Im Mai stiegen die inländische Primäraluminiumproduktion und die Exporte von Halbfertigprodukten parallel an, was die Spannungen im Ausland etwas linderte. Die inländische Kapazität der elektrolytischen Aluminiumhütten hat jedoch die politische Obergrenze fast erreicht.
Dies bedeutet, dass die Wiederaufnahme der Produktion im Ausland zusätzliches Wachstum freisetzt, während die inländische Produktion stark eingeschränkt ist. Die Angebotsstruktur „locker im Westen, knapp im Osten“ hat sich herausgebildet, und die Preissetzungsmacht hat sich stillschweigend verschoben.
Die Marktreaktion ist unterschiedlich. Shanghai Aluminum eröffnete heute mit 23.400 Yuan/Tonne und erreichte ein Hoch von 23.415 Yuan/Tonne. Der aktuelle Preis liegt bei 23.225 Yuan/Tonne, ein Rückgang um 15 Yuan (Stand: 12:53 Uhr). Lunan Aluminum notierte zuletzt bei 3.184,50 US-Dollar pro Tonne, ein Plus von 7,50 US-Dollar (Stand: 12:53 Uhr).
Der Durchschnittspreis für A00-Aluminium auf dem Spotmarkt am Jangtsekiang liegt bei 23180 Yuan/Tonne, ein Rückgang um 90 Yuan; der Durchschnittspreis für GussAluminiumlegierungDer Preis für ADC12 liegt bei 24.000 Yuan/Tonne, der Durchschnittspreis für A356.2 bei 23.600 Yuan/Tonne. In letzter Zeit sind die Lagerbestände sowohl an der Shanghai Futures Exchange als auch an der LME gesunken, was den Druck zur Wiederaufnahme der Produktion verringert hat.
Spannung: Welche Linie bringt das Gleichgewicht zuerst zum Erliegen?
Wer wird als Erster die Pattsituation zwischen dem schrittweisen Wachstum im Nahen Osten und der inländischen Produktionsgrenze durchbrechen? Sollte sich die Wiederaufnahme der Produktion beschleunigen, könnte die globale Lücke weiter auf unter 1,2 Millionen Tonnen sinken. Beobachten Sie die zunehmende Aktivität stillgelegter Aluminiumwerke in Europa und Amerika.
Das Kräftemessen zwischen knappem Angebot im Osten und reichlichem Angebot im Westen wird die zentrale Richtung der Aluminiumpreise bestimmen. Der Ausgang dieses Zweifrontenkrieges dürfte von der Geschwindigkeit des Lagerumschlags abhängen.
Veröffentlichungsdatum: 16. Juli 2026
