Tiefststand seit 16 Jahren! Die Aluminiumbestände in den wichtigsten japanischen Häfen sind deutlich gesunken, da die Unruhen im Nahen Osten weltweit Sorgen um die Aluminiumversorgung auslösen.

Am 20. August erhielt die globale Aluminium-Lieferkette ein weiteres kritisches Warnsignal. Der renommierte japanische Konzern Marubeni Corporation veröffentlichte die neuesten Hafenbestandsdaten und verdeutlichte damit die angespannte Lage der Aluminiumversorgung im Ausland. Die durch geopolitische Konflikte verursachte Angebotsverknappung hält an und deutet auf ein angespanntes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem globalen Aluminiummarkt in der zweiten Jahreshälfte hin.

Daten zeigen, dass die Gesamtbestände an Aluminium in den drei japanischen Kernhäfen Yokohama, Nagoya und Osaka bis Ende Juli 2026 auf 201.000 Tonnen gesunken sind, ein Rückgang von 8,8 % gegenüber dem Vormonat. Der Bestand erreichte damit den niedrigsten Stand seit April 2010 (16 Jahre) und liegt nur geringfügig über dem historischen Tiefststand von 190.500 Tonnen im April 2010. Als zentrale Umschlagplätze für Import, Handel und Vertrieb von Aluminiumbarren in Japan sinken die Bestände der drei Häfen kontinuierlich, was die anhaltende Verknappung des Angebots an Aluminiumbarren auf dem japanischen Markt widerspiegelt.

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Die Geschäftsleitung der Marubeni Corporation erläuterte die Hauptursache für die Bestandsveränderungen und erklärte, dass Japans Aluminiumbestände in dieser Runde deutlich gesunken seien, hauptsächlich aufgrund der anhaltenden geopolitischen Konflikte im Nahen Osten. In den letzten Monaten habe die Menge der von Japan aus dem Nahen Osten importierten Aluminiumbarren aufgrund verschiedener Faktoren wie der turbulenten Lage, Schiffsunterbrechungen und der eingeschränkten Schmelzproduktion kontinuierlich und stark abgenommen, und das Anlieferungsvolumen in den Häfen sei deutlich zurückgegangen. Dies habe direkt zu einem kontinuierlichen Bestandsabbau geführt und einen neuen Tiefstand erreicht.

Es ist bemerkenswert, dass der Nahe Osten das weltweit wichtigste Produktionsgebiet für elektrolytisches Aluminium darstellt. Seine Aluminiumhüttenkapazität macht 9 % der globalen Gesamtkapazität aus und nimmt damit eine zentrale Position im globalen Aluminiumversorgungssystem ein. Die vielfältigen Hindernisse für Export, Produktion und Transport von Aluminiumbarren, die durch den aktuellen geopolitischen Konflikt im Nahen Osten verursacht werden, sind keine kurzfristigen regionalen Störungen, sondern langfristige Versorgungsengpässe mit globalen Auswirkungen. Branchenkenner prognostizieren, dass die anhaltenden Unterbrechungen der Aluminiumversorgung im Nahen Osten bis 2026 direkt zu einem erheblichen Angebotsengpass auf dem globalen Aluminiummarkt führen und das bisher relativ ausgeglichene Angebots-Nachfrage-Verhältnis stören werden.

Aus marktwirtschaftlicher Sicht ist Japan stark von Aluminiumimporten abhängig, wobei der Nahe Osten eine wichtige Bezugsquelle darstellt. Die Angebotsverknappung führt unmittelbar zu einer kontinuierlichen Verringerung der inländischen Lagerbestände. Angesichts des derzeit extrem niedrigen Lagerbestands hat sich die Risikotoleranz des japanischen Aluminiummarktes deutlich verringert. Sollte sich die Versorgungslage aus dem Nahen Osten künftig nicht schnell genug verbessern lassen, könnte dies zu Engpässen führen.AluminiumfleckDie Preise und Notierungen in der Region werden gestärkt und dann über internationale Handelskanäle an den Weltmarkt weitergegeben.

Insgesamt steigen die Angebotsrisiken auf dem globalen Aluminiummarkt weiter an. Die beiden Signale – Produktionsausfälle im Nahen Osten und niedrige Lagerbestände in japanischen Häfen – unterstreichen die Knappheit ausländischer Aluminiumressourcen. Der Markt muss die Fortschritte bei der geopolitischen Entspannung im Nahen Osten, die Wiederinbetriebnahme der Aluminiumhütten und den internationalen Handel mit Aluminiumbarren genau beobachten. Die globalen Aluminiumpreise werden weiterhin durch die Erwartung von Angebotsengpässen gestützt, und die Volatilität dürfte weiter zunehmen.


Veröffentlichungsdatum: 21. August 2026
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