Die Aluminiumpreise wurden durch die knappe Rohstoffversorgung und die Erwartung einer Zinssenkung durch die Fed in die Höhe getrieben.

Der Aluminiummarkt zeigte zuletzt eine starke Aufwärtsdynamik. LME-Aluminium verzeichnete diese Woche seinen größten Wochengewinn seit Mitte April. Auch die Shanghai Metal Exchange für Aluminiumlegierungen verzeichnete einen starken Anstieg. Die Rallye profitierte vor allem von der knappen Rohstoffversorgung und der Markterwartung einer US-Zinssenkung im September.

Am Freitag (23. August) um 15:09 Uhr Pekinger Zeit stieg der dreimonatige Aluminiumkontrakt der LME um 0,7 % und lag bei 2.496,50 USD pro Tonne, ein Anstieg von 5,5 % für die Woche. Gleichzeitig gab der wichtigste Aluminiumkontrakt der Shanghai Metal Exchange für den Monat Oktober trotz einer leichten Korrektur zum Handelsschluss um 0,1 % auf 19.795 USD (2.774,16 USD) pro Tonne nach, der wöchentliche Anstieg betrug jedoch immer noch 2,5 %.

Der Anstieg der Aluminiumpreise wurde zunächst durch Spannungen auf der Angebotsseite begünstigt. Die anhaltend knappe globale Versorgung mit Aluminiumoxid und Bauxit treibt die Kosten der Aluminiumproduktion direkt in die Höhe und stützt die Marktpreise. Insbesondere auf dem Aluminiumoxidmarkt kommt es zu Lieferengpässen. Die Lagerbestände in mehreren wichtigen Produktionsgebieten liegen nahe Rekordtiefs.

Sollten die Spannungen auf den Aluminiumoxid- und Bauxitmärkten anhalten, dürfte der Aluminiumpreis weiter steigen. Der Abschlag für LME-Spot-Aluminium gegenüber dem Dreimonats-Futures-Kontrakt ist zwar auf 17,08 US-Dollar pro Tonne gesunken. Dies ist der niedrigste Stand seit dem 1. Mai, doch das bedeutet nicht, dass Aluminium knapp ist. Tatsächlich sanken die LME-Aluminiumbestände auf 877.950 Tonnen, den niedrigsten Stand seit dem 8. Mai. Sie liegen aber immer noch 65 % über dem Vorjahreswert.


Veröffentlichungszeit: 27. August 2024
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