Die Industrieverbände fünf europäischer Unternehmen haben gemeinsam einen Brief an die Europäische Union geschickt, in dem sie warnen, der Streik gegen RUSAL könne „direkte Folgen haben, wie die Schließung Tausender europäischer Unternehmen und die Vernichtung Zehntausender Arbeitsloser“. Die Umfrage zeigt, dass deutsche Unternehmen die Verlagerung ihrer Produktion an Standorte mit niedrigeren Energiekosten und Steuern beschleunigen.
Diese Verbände fordern die EU und die europäischen Regierungen dringend auf, keine Beschränkungen – etwa Verbote – für den Import von Aluminiumprodukten aus Russland zu verhängen, und warnen, dass Tausende europäischer Unternehmen ihre Türen schließen könnten.
In der gemeinsamen Erklärung von FACE, BWA, Amafond, Assofermet und Assofond wurde die oben erwähnte Briefsendungsaktion offengelegt.
Ende September dieses Jahres bestätigte die LME die Veröffentlichung eines „marktweiten Konsultationsdokuments“, um die Ansichten der Mitglieder zum Umgang mit dem russischen Angebot einzuholen. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, den LME-Lagern weltweit die Lieferung neuer russischer Metalle zu untersagen.
Am 12. Oktober berichteten die Medien, dass die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen russisches Aluminium erwägen. Dabei wurde erwähnt, dass es drei Möglichkeiten gebe: eine sei ein vollständiges Verbot von russischem Aluminium, eine andere sei die Anhebung der Zölle auf ein Strafniveau und die dritte die Verhängung von Sanktionen gegen russische Aluminium-Joint-Ventures.
Veröffentlichungszeit: 26. Oktober 2022