Einführung von Aluminium

Bauxit

Bauxit-Erz ist die weltweit wichtigste Aluminiumquelle. Das Erz muss zunächst chemisch aufbereitet werden, um Aluminiumoxid (Aluminiumoxid) zu gewinnen. Anschließend wird Aluminiumoxid elektrolytisch geschmolzen, um reines Aluminiummetall zu gewinnen. Bauxit kommt typischerweise im Mutterboden tropischer und subtropischer Regionen vor. Das Erz wird im umweltschonenden Tagebau abgebaut. Die größten Bauxitvorkommen gibt es in Afrika, Ozeanien und Südamerika. Die Reserven dürften noch Jahrhunderte reichen.

Fakten zum Mitnehmen

  • Aluminium muss aus Erz raffiniert werden
    Obwohl Aluminium das am häufigsten vorkommende Metall auf der Erde ist (insgesamt 8 Prozent der Erdkruste), reagiert es zu stark mit anderen Elementen, um natürlich vorkommen zu können. Bauxit-Erz, das durch zwei Verfahren raffiniert wird, ist die Hauptquelle für Aluminium.
  • Landschutz ist ein zentraler Schwerpunkt der Branche
    Durchschnittlich 80 Prozent der Bauxitabbauflächen werden ihrem ursprünglichen Ökosystem zurückgegeben. Der Mutterboden des Abbaugebiets wird eingelagert, um ihn während der Sanierung wieder zu ersetzen.
  • Reserven reichen für Jahrhunderte
    Obwohl die Nachfrage nach Aluminium rasant steigt, dürften die Bauxitreserven, die derzeit auf 40 bis 75 Milliarden Tonnen geschätzt werden, noch Jahrhunderte reichen. Guinea und Australien verfügen über die beiden größten nachgewiesenen Reserven.
  • Reiche Bauxitreserven
    Vietnam verfügt möglicherweise über große Bauxitvorkommen. Im November 2010 gab der vietnamesische Premierminister bekannt, dass die Bauxitreserven des Landes bis zu 11 Milliarden Tonnen betragen könnten.

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Bauxit-Erz ist die weltweit wichtigste Aluminiumquelle

Bauxit ist ein Gestein aus rötlichem Ton, dem sogenannten Lateritboden, und kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor. Bauxit besteht hauptsächlich aus Aluminiumoxidverbindungen (Aluminiumoxid), Siliziumdioxid, Eisenoxiden und Titandioxid. Etwa 70 Prozent der weltweiten Bauxitproduktion werden im Bayer-Verfahren zu Aluminiumoxid raffiniert. Aluminiumoxid wird anschließend im Hall-Héroult-Elektrolyseverfahren zu reinem Aluminiummetall raffiniert.

Bauxitabbau

Bauxit findet sich meist nahe der Geländeoberfläche und kann wirtschaftlich im Tagebau abgebaut werden. Die Industrie nimmt eine führende Rolle im Umweltschutz ein. Bei der Rodung des Landes vor dem Abbau wird der Mutterboden eingelagert, um ihn bei der Sanierung wieder zu ersetzen. Beim Tagebau wird Bauxit zerkleinert und aus der Mine zu einer Aluminiumraffinerie transportiert. Nach Abschluss des Abbaus wird der Mutterboden wieder ersetzt und das Gebiet renaturiert. Beim Erzabbau in Waldgebieten werden durchschnittlich 80 Prozent des Landes in sein ursprüngliches Ökosystem zurückgeführt.

Produktion und Reserven

Jährlich werden mehr als 160 Millionen Tonnen Bauxit abgebaut. Zu den führenden Bauxitproduzenten zählen Australien, China, Brasilien, Indien und Guinea. Die Bauxitreserven werden auf 55 bis 75 Milliarden Tonnen geschätzt und verteilen sich hauptsächlich auf Afrika (32 Prozent), Ozeanien (23 Prozent), Südamerika und die Karibik (21 Prozent) sowie Asien (18 Prozent).

Ausblick: Kontinuierliche Verbesserung der Bemühungen zur Wiederherstellung der Umwelt

Die Ziele der Umweltsanierung schreiten weiter voran. Ein laufendes Projekt zur Wiederherstellung der Artenvielfalt in Westaustralien ist ein Paradebeispiel. Ziel: In renaturierten Gebieten soll der Artenreichtum der Pflanzenwelt wiederhergestellt werden, der dem unbebauten Jarrah-Wald entspricht. (Ein Jarrah-Wald ist ein hoher, offener Wald. Eucalyptus marginata ist die vorherrschende Baumart.)

Les Baux, die Heimat des Bauxits

Bauxit wurde von Pierre Berthe nach dem Dorf Les Baux benannt. Dieser französische Geologe fand das Erz in nahegelegenen Lagerstätten. Er war der Erste, der entdeckte, dass Bauxit Aluminium enthielt.


Veröffentlichungszeit: 15. April 2020
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