Der heutige Schwerpunkt auf dem Aluminiummarkt: Politik und Handelskonflikte als zwei Treiber
Der innenpolitische Startschuss ist gefallen
Am 7. April 2025 trafen sich die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission und das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie zu einem gemeinsamen Treffen, um die qualitativ hochwertige Entwicklung der Aluminiumindustrie zu fördern und die Umsetzung des „Dreijahres-Aktionsplans für die grüne Transformation der Aluminiumindustrie“ ab heute zu klären. Der politische Kern umfasst:
Der Ausbau der Produktionskapazität für elektrolytisches Aluminium wird streng kontrolliert: Wärmekraftwerke für Aluminium werden grundsätzlich nicht mehr genehmigt und die veraltete Produktionskapazität von 3 Millionen Tonnen wird bis 2027 abgebaut.
Der „Verdoppelungsplan für recyceltes Aluminium“ zielt darauf ab, bis 2025 eine Produktion von über 13 Millionen Tonnen recyceltem Aluminium zu erreichen, wobei Steueranreize auf Unternehmen ausgerichtet sind, die Aluminium recyceln.
Stärkung der Ressourcensicherheit: Start von Pilotprojekten zur Erschließung von Aluminiumressourcen unter Kohle in den Provinzen Henan und Shanxi, um den Selbstversorgungsgrad mit heimischem Bauxit auf 60 % zu steigern.
Davon betroffen war heute im Aluminiumsektor der A-Aktien eine deutliche Differenzierung: Aktien mit Konzepten für eine grüne Transformation wie China Aluminum Industry (601600. SH) und Nanshan Aluminum Industry (600219. SH) stiegen gegen den Trend um mehr als 3 %, während die Aktienkurse kleiner und mittlerer Aluminiumunternehmen, die auf Wärmekraft angewiesen sind, unter Druck gerieten.
Countdown bis zur Landung der US-China-Zölle
Das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) bekräftigte heute, dass die „äquivalenten Zölle“ auf chinesische Industrieprodukte am 10. April offiziell in Kraft treten. Obwohl Aluminiumbarren nicht auf der Liste stehen, könnten die Exportkosten für nachgelagerte Aluminiumprodukte (wie Autoteile und Aluminiumfolie) stark steigen. Zusammen mit dem unerwarteten Rückgang des US-amerikanischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf 49,5 im März (zuvor 51,2) haben sich die Sorgen um die globale Aluminiumnachfrage am Markt verstärkt.
Spiel von Angebot und Nachfrage: Bestandseinbruch vs. Kosteneinbruch
Lagerbestand erreicht Dreijahrestief, Auffüllung in der Hochsaison beginnt
Bis zum 7. April ist der gesellschaftliche Bestand an elektrolytischem Aluminium in China auf 738.000 Tonnen gesunken (ein wöchentlicher Rückgang von 27.000 Tonnen), den niedrigsten Stand seit 2022.AluminiumstangeDer Lagerbestand ist gleichzeitig auf 223.000 Tonnen gesunken, was auf eine anhaltende Erholung der Nachfrage nach Bauprofilen, Photovoltaikrahmen und anderen Produkten hindeutet.
Kosten-Lawine drückt Aluminiumpreise
Beeinflusst durch die Erholung der Bauxitexporte aus Indonesien brach der Aluminiumoxidpreis innerhalb einer Woche um 8 % ein, und die Notierung in der Region Henan sank auf 2850 Yuan/Tonne. Die Gesamtkosten für Elektrolytaluminium sanken auf unter 16600 Yuan/Tonne, und der Schmelzgewinn stieg auf 3200 Yuan/Tonne. Die Kostenunterstützung schwächte sich ab, und der Widerstand gegen Aluminiumpreiserhöhungen nahm zu.
Leittrend: Wer fährt auf der grünen Strecke?
China Hongqiao (01378. HK) gab heute bekannt, dass es in den Bau der weltweit ersten Demonstrationslinie für „kohlenstofffreies elektrolytisches Aluminium“ in Yunnan investieren wird. Die Produktion soll 2026 beginnen. Der Aktienkurs stieg während der Handelssitzung um über 5 %.
Yunlv Co., Ltd. (000807. SZ) gab eine Partnerschaft mit CATL bekannt, um „kohlenstoffarme Batterie-Aluminiumfolie“ zu entwickeln und in die Lieferkette für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb einzusteigen. Das Unternehmen prognostiziert, dass sein Umsatz mit recyceltem Aluminium bis 2025 über 40 % steigen wird.
Internationaler Gigant: Alcoa gab heute bekannt, dass das Unternehmen teure Schmelzhütten in Australien schließen und auf den südostasiatischen Markt für recyceltes Aluminium umsteigen werde. Damit werde der Trend zur Verlagerung der weltweiten Produktionskapazitäten nach Osten beschleunigt.
Aluminiumpreisprognose dieser Woche: politische Dividenden vs. versteckte Nachfragesorgen
Positive Faktoren
Geringe Lagerbestände + Nachfrage in der Hochsaison: Nachschubzyklus oder Unterstützung für kurzfristigen Anstieg der Aluminiumpreise.
Politische Katalyse: Konzeptionelle Themen wie recyceltes Aluminium und Aluminium unter Kohle gären, und Fonds könnten sich auf führende Aktien konzentrieren.
Unterdruckunterdrückung
Kostenverfall: Die schwache Entwicklung der Aluminiumoxidpreise kann die Kostenstützung für elektrolytisches Aluminium schwächen.
Risiko der externen Nachfrage: Nach der Einführung der Zölle am 10. April könnten die Exportaufträge für Aluminiumprodukte unter Druck geraten.
Beitragszeit: 09.04.2025
